Studienplanung

Spezielle Orientierungsphase für Studieninteressierte mit Behinderung

Hörsaal, in dem ein großes Plakat mit der Aufschrift Studium hängtSie sind behindert und interessiert an einem Studium? Sie hätten gerne Informationen und Erfahrungsberichte dazu, wie man unter dieser Voraussetzung ein Studium meistern kann? Dann helfen Ihnen spezielle Veranstaltungen für behinderte und chronisch kranke Studieninteressierte und Studienanfänger an den verschiedenen Hochschulen weiter. Neben Veranstaltungen, die sich allgemein an Studierende mit Handicap richten, gibt es auch spezifische Veranstaltungen für Studieninteressierte mit Hörbehinderung oder Sehschädigung.

Allgemeine Veranstaltungen

Schnupperstudium für behinderte/ chronisch kranke Studieninteressierte in Dortmund

An behinderte und chronisch kranke Studieninteressierte sowie Studienanfänger an der Technischen Universität Dortmund wendet sich DoBuS, das „Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium" mit seinem Schnupperstudium. Die zwei- bis dreitägige Veranstaltung, die meist im November stattfindet, informiert über Hilfs- und Unterstützungsangebote für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit, wie diese finanziert werden können und welche Rechtsansprüche und Nachteilsausgleiche sie haben.
Außerdem erhält man einen Überblick darüber, wie das Studieren mit persönlicher Assistenz funktioniert, wie man Literatur beschafft und die Universitätsbibliothek nutzt. Bei dem Besuch von verschiedenen Vorlesungen kann es zu einem interessanten Erfahrungsaustausch mit bereits Studierenden kommen.
[Hinweis] Die Veranstaltung ist kostenfrei, wobei Fahrt- und Übernachtungskosten von den Teilnehmenden selbst getragen werden müssen. Für mobilitätseingeschränkte Studieninteressierte kümmert man sich um eine gute Zugänglichkeit. Bei Bedarf werden Vorlesungen und Vorträge in Gebärdensprache übersetzt.
[Tipp] Achten Sie darauf, dass Sie sich zum Schnupperstudium anmelden müssen und es hier Fristen gibt. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Technischen Universität Dortmund.

Einführungsseminar für Schüler/innen und Studieneinsteiger/innen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in Berlin

Informationen zum Thema Studium und Handicap bietet auch das Studentenwerk Berlin in seinem Einführungsseminar für studieninteressierte Schüler und Schülerinnen mit Behinderung und chronischer Erkrankung an. Dabei werden Fragen rund um die Zulassung zum Studium, um studentisches Wohnen, persönliche Hilfen, Assistenzen und Technik, Härtefallanträge und ähnliches beantwortet.
Neben der Vermittlung von vielfältigen Informationen haben Sie auch die Möglichkeit, sich mit Studierenden über deren Erfahrungen zu Studienbeginn und im Studium auszutauschen.
[Hinweis] Das Einführungsseminar des Studentenwerks Berlin findet meist im September statt, wobei ein kleiner Kostenbeitrag für die Teilnahme anfällt. Auch hier müssen Sie sich um eine frühzeitige Anmeldung kümmern. Die Fristen dazu und weitere Informationen erhalten Sie unter der Homepage der FU Berlin

Spezielle Veranstaltungen

4 Bildausschnitte: Referenten am Pult, Studieninteressierte in der Bibliothek sowie in einer VorlesungSpezielle Orientierungsphase für blinde und sehbehinderte Studieninteressierte in Karlsruhe

Für blinde und sehbehinderte Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13 sowie für weitere Studieninteressierte aus ganz Deutschland bietet das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) jährlich eine dreitägige Orientierungsphase an. Ziel der im April beziehungsweise Mai (vor dem Feiertag „Christi Himmelfahrt") stattfindenden Veranstaltung ist es, die Schulabsolventen mit allen Themenbereichen eines Studiums unter den speziellen Bedingungen ihrer Sehbehinderung zu konfrontieren. Dabei wird nicht nur die Möglichkeit für Sehgeschädigte besprochen, am KIT zu studieren, sondern es wird auch hochschulortübergreifend an die Thematik „Studieren mit Sehschädigung" herangegangen.
Diese spezielle O-Phase beantwortet Fragen wie:

  • Welche Möglichkeiten, Bedingungen und Anforderungen stellt ein Universitäts- und Hochschulstudium an Blinde und Sehbehinderte?
  • Wie können das Konzept und die Dienstleistung für sehgeschädigte Studierende aussehen? (Exemplarisch gezeigt am Studienzentrum für Sehgeschädigte)
  • Wie steht es in den Studentenwohnheimen mit behindertengerechtem Wohnen? Und welche Möglichkeiten gibt es, an einen Platz zu gelangen?
  • Wie kann meine individuelle technische Ausstattung im Studium aussehen, wie verläuft die nötige Antragsstellung und Finanzierung bei dem überörtlichen Sozialträger?
  • Wie verläuft die Beantragung der Orientierungs- und Mobilitätstrainings für Studienanfänger und wann sollte der neue Studierende ein Training beginnen?
  • Welche Vorbereitungskurse werden in den MINT-Fächern angeboten?
  • Welche Aufgaben haben Beauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit?
  • Was erwartet mich in den Vorlesungen und wie sind die Institute und Labore ausgestattet? (Ausgewählte Vorlesungen, Institute und Labore am KIT werden besichtigt)

Zu den Themen referieren Hochschullehrer, studentische Vertreter, Mitarbeiter des Studentenwerks, Juristen, Vertreter des Integrationsfachdienstes und Mobilitätstrainer. Außerdem stellt das SZS sein Unterstützungsangebot mit Literaturaufbereitung, taktilem Drucker und Studierendenarbeitsraum vor.
Eine besondere Hilfe bedeutet die Mitwirkung älterer sehgeschädigter Studierender, die von ihren Erfahrungen im und nach dem Studium berichten. Nach Abschluss dieser Orientierungsphase sollen die Studieninteressierten in der Lage sein, selbstständig darüber zu entscheiden, ob und wo sie ein Studium beginnen wollen und können sich dessen Anforderungen gewachsen fühlen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Homepage des Studienzentrums für Sehgeschädigte.