Was kommt danach?

Jobchancen nach dem Studium

Absolventin sitzt vor einem Computer und richtet mit strahlendem Blick beide Arme nach obenNach dem Studium müssen Sie sich damit auseinandersetzen, wie die Situation der Jobchancen auf einen qualifizierten Arbeitsplatz aussieht. Dabei sind immer äußere und innere Faktoren zu berücksichtigen, die diese Situation beeinflussen. Wichtig für Sie ist es, zu wissen, dass im Vorhinein nie gesagt werden kann, wie die Jobchancen stehen werden, wenn Sie Ihr Studium abgeschlossen haben. Aber Sie sollten sich überlegen, wie Sie Ihre Chancen auf einen Job trotzdem durch eigene Strategien begünstigen können.

Wie sind die Jobchancen nach dem Studium?

Auf die Frage, wie die Jobchancen nach einem erfolgreich abgeschlossenen Studium stehen, kann man keine allgemeingültige Antwort geben. Das nach dem Abschluss ausgestellte Zeugnis ist leider keine Garantie für einen Arbeitsplatz. Wie die Situation konkret auf dem Arbeitsmarkt aussieht, hängt nämlich von verschiedenen externen und internen Faktoren ab:

Externe Faktoren

Externe Faktoren sind Faktoren, die Einfluss „von außen" ausüben und so von einem selbst nicht gesteuert werden können. Dies sind beispielsweise der bestehende Bedarf an Arbeitskräften, die Beschäftigungszahl im ausgewählten Arbeitsbereich und die aktuelle Konjunkturlage. Die Konjunktur beschreibt dabei die regelmäßigen wirtschaftlichen Schwankungen eines Landes, wie zum Beispiel in der Produktion oder Beschäftigung.

Interne Faktoren

Interne Faktoren dagegen sind Faktoren, die Einfluss „von innen" ausüben und so persönlicher Natur sind. Dies sind zum einen die sogenannten Schlüsselqualifikationen, auch Softskills genannt, wie beispielsweise Selbstbewusstsein, interkulturelle Kompetenz oder Bereitschaft zu Flexibilität. Zum anderen ist es die eigene örtliche Abhängigkeit: Wenn man beispielsweise bei seiner Familie bleiben möchte, wird die Auswahl der Arbeitsstelle kleiner bzw. auf eine bestimmte Umgebung beschränkt.

Arbeitsmarkt

Ein wichtiger Punkt ist also die Wirtschaftsentwicklung. Der Arbeitsmarkt unterliegt stetig natürlichen Schwankungen und macht es deshalb so schwierig, abzuschätzen, wie die Jobchancen nach der Zeit des Studierens aussehen. Wenn es beispielsweise heute eine geringe Arbeitslosigkeit in einer bestimmten Branche gibt und daher mehr Studienanfänger, gibt es nach mehreren Jahren zu viele Absolventen, die auf den Arbeitsmarkt treten und infolgedessen wieder schlechtere Jobchancen bzw. eine höhere Arbeitslosigkeit. Dies wiederum schreckt neue Studienanfänger ab und Jahre später gibt es wieder einen Mangel an Absolventen in eben dieser Branche.

Allgemein gesagt bedeutet dies, dass es sein kann, dass man nach dem Studium nicht direkt einen Job bekommt, sondern erst einmal eine Zeit lang warten und weitersuchen muss. Darauf sollte man sich in jedem Fall einstellen.

Eigene Kompetenzen

Da man auf die Wirtschaftsentwicklungen keinerlei Einfluss ausüben kann, sollte man sich überlegen, wie man trotzdem seine Chancen auf einen qualifizierten Job erhöhen könnte. Sehr wichtig dabei sind die eigenen Kompetenzen, die man sich während des Studiums aneignet, da sie in allen Arbeitsbranchen und bei jedem Job benötigt werden. Zu wissen, wie man mit Konflikten umgeht, wie man ein Projekt leitet oder wie man mit anderen Menschen zusammenarbeitet, hilft in jedem Beruf, egal ob dieser der technischen, sozialen oder wirtschaftlichen Branche zuzuordnen ist.

Konkurrenz

Eine zusätzliche Entscheidungshilfe bei der Studienfachwahl ist, sich die Anzahl der Beschäftigten, die dieses Fach studiert haben, anzuschauen. Sind viele Menschen mit einer Studienqualifikation ohne Arbeit, könnte dies ein Hinweis sein, nach einem alternativen Fach zu suchen.

Eine hohe Anzahl und ein geringer Bedarf an Menschen mit einer spezifischen Qualifikation erschwert die Jobsuche. Gerade im naturwissenschaftlichen Bereich ist es momentan in Deutschland einfacher Stellen zu finden, da es weniger Menschen gibt, die sich für diesen Arbeitsbereich interessieren.

Qualifizierte Jobs für Menschen mit Behinderung

In Bezug auf die Suche nach einem Job müssen sich Menschen mit Behinderung auf eine längere Suche einstellen als Menschen ohne Behinderung. Gründe dafür sind, dass nur wenige Stellen speziell für Menschen mit Behinderung ausgeschrieben werden und dass Arbeitgeber oft verunsichert sind, wenn sie auf Bewerber mit einer Behinderung treffen.

Daher ist es wichtig, dass man sich Gedanken darüber macht, was man mit und durch seine Behinderung erfahren und was man daraus gelernt hat. Durch diese Zusatzqualifikationen kann man sich für seinen zukünftigen Arbeitgeber interessant machen.

Im Allgemeinen gilt, dass bei größeren Unternehmen auch eine höhere Beschäftigtenzahl vorliegt. Sowohl öffentliche als auch private Arbeitgeber sind ab einer bestimmten Größe des Unternehmens verpflichtet, fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Arbeitnehmern zu besetzen. Die Chancen, einen Job bei einer kleinen Firma zu bekommen, sind demnach geringer. Trotzdem findet man immer wieder aufgeschlossene Arbeitgeber von kleineren Unternehmen, die Angestellte mit Behinderung einstellen. Generell kann man aber sagen, dass sich die Berufschancen mit einem akademischen Abschluss verbessern, auch für Menschen mit einer Behinderung.

Zusammenfassung

Wenn Sie Ihr Studium beginnen, sollte Ihnen bewusst sein, dass zu diesem Zeitpunkt keinerlei Prognosen gemacht werden können, wie die Situation auf Jobchancen nach Ihrem Studium aussieht. Ebenso haben Sie keine Garantie auf einen Arbeitsplatz, wenn Sie Ihren Studienabschluss haben. Da sie keinen Einfluss auf die Umweltfaktoren haben, sollten Sie mehr Wert auf Ihre persönliche Weiterentwicklung legen, d.h. auf Ihre erworbenen Schlüsselqualifikationen, um Ihr Auftreten zu verbessern und so die eigenen Berufschancen zu erhöhen.

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