Informationen über Studierende mit Hörbehinderung Informationen über Studierende mit Sehschädigung
F Wer hilft mir, wenn ich einen Menschen mit Hörbehinderung an seinem neuen Arbeitsplatz einarbeiten muss?
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Generell gibt es bei den Integrationsämtern und bei der Agentur für Arbeit Arbeitsplatzberater. Diese stehen vor allem in Fragen zur Arbeitsplatzgestaltung und bei der Planung von Arbeitsabläufen zur Verfügung. Nehmen Sie diese Personen und diese Hilfe unbedingt im Vorfeld in Anspruch.

Viele Probleme, die im späteren Arbeitsalltag auftauchen würden, können so vermieden werden.

Bei Mitarbeitern mit einer Hörbehinderung haben Sie für besondere Anlässe wie Teamsitzungen und größere Termine am Arbeitsplatz die Möglichkeit, Dolmetscher zu bestellen oder Mikroportanlagen zu verwenden.

Vielleicht bietet es sich an, das für die Zeit der Einarbeitung ebenfalls zu machen, bis der neue Kollege oder die neue Kollegin die Abläufe besser kennt. Ansonsten können Sie Zettel und Stift nutzen bzw. an einem Computerarbeitsplatz auch die Tastatur.

Hat Ihr neuer Mitarbeitender einen akademischen Background, können Sie davon ausgehen, dass er im Regelfall Experte oder Expertin im Umgang mit seinen Hilfsmitteln ist. Somit sollte sich die Einarbeitung im Wesentlichen auf die Erschließung des Aufgabenbereiches beschränken.

F Wer hilft mir, wenn ich einen Menschen mit Sehschädigung einarbeiten muss?
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Viele Probleme, die im späteren Arbeitsalltag auftauchen würden, können so vermieden werden.

Hat der/die neue MitarbeiterIn einen akademischen Background, können Sie davon ausgehen, dass er/sie im Regelfall ExpertIn im Umgang mit seinen Hilfsmitteln ist. Somit sollte sich die Einarbeitung im Wesentlichen auf die Erschließung des Aufgabenbereiches beschränken.

Das schwierigste für Sie dürfte erfahrungsgemäß am Anfang die Befürchtung sein, dem/r KollegIn mit Handicap etwas nicht richtig beschreiben zu können. Häufig sind diese Bedenken unbegründet. Sollten Sie derartige Befürchtungen haben, so kommunizieren Sie diese der betroffenen Person. Meist finden Sie dann im direkten Austausch eine Lösung.

Sollte es sich bei den Aufgaben um die Einarbeitung in eine Software oder Weboberfläche handeln, so stellt sich häufig heraus, dass dieser Prozess weitläufiger ist, als gedacht. Sollten Sie und auch Ihr/e sehgeschädigte/er KollegIn feststellen, dass zum Beispiel Grundlagen in der Bedienung und im Umgang mit den Hilfsmitteln, dem Screenreader oder von Standardprogrammen fehlen, so ist unbedingt nach einer Schulungsmaßnahme Ausschau zu halten. Diese Lücken können in der Regel von anderen Mitarbeitenden nicht geschlossen werden.

Für Schulungen können Sie Folgendes beachten:

  • Wenn Sie eine Hilfsmittelausstattung erwerben, sind in den Kosten meist auch die Aufwendungen für eine Einweisung enthalten. Diese kann sich unterschiedlich intensiv gestalten. Auf jeden Fall muss die Hilfsmittelfirma dafür sorgen, dass die Hilfsmittel in Ihr Unternehmen derart integriert werden, dass die Aufgaben bewältigt werden können. Sie können hier jederzeit Nachbesserungen anfordern.
  • Es gibt spezielle Schulungsangebote für Sehgeschädigte, die die Kostenträger als Integrationsmaßnahme finanzieren müssen. So bietet beispielsweise der Verein "Bildung ohne Barrieren" regelmäßig von den Integrationsämtern zertifizierte Schulungen zum Umgang mit den Standard-Office-Paketen an. Über die Hilfsmittelfirmen, und vor allem auch über die Community erfahren Sie, wer die entsprechenden Anbieter sind und welcher für Ihre/n MitarbeiterIn der richtige ist.
  • Sollte sich der Schulungsbedarf zum Beispiel aufgrund einer fortschreitenden Sehschädigung nicht durch eine relativ kleine Nachschulung (zum Beispiel einen Wochenendkurs) kompensieren lassen, ist eventuell an eine größere Rehabilitations- und Eingliederungsphase zu denken. Kommunizieren Sie, dass eine solche Schulung durch Sie nicht geleistet werden kann und beantragen Sie gegebenenfalls geeignete Maßnahmen.

Mehr Informationen finden Sie auch im Modul Berufseinstieg.