Arbeitsmöglichkeiten nach dem Studium

Wenn Sie sich überlegen, ob Sie studieren möchten, stellt sich die Frage, welche Arbeitsmöglichkeiten Sie nach einem Studium haben werden. Gibt es spezielle Berufe, auf die man sich mit einer akademischen Ausbildung bewerben kann und ist man durch ein fachspezifisches Studium in der Wahl eingeschränkt? Muss man nun einen ganz speziellen Beruf wählen oder gibt es nach einem Hochschulabschluss vielleicht sogar mehr als nur eine Möglichkeit?

Viele Möglichkeiten und die Qual der Wahl

 

Prinzipiell lässt sich sagen, dass die eigenen Erwartungen, die man nach dem Studium in Bezug auf eine Arbeitsstelle hat, nicht immer zutreffen müssen. Es ist wichtig, zu erkennen, dass es für die meisten Studienabschlüsse mit den verschiedensten Fachrichtungen vielfältige Einsatzmöglichkeiten für einen späteren Beruf gibt. Man sollte sich also nicht auf einen bestimmten Arbeitsbereich im Vorfeld oder während des Studiums festlegen, sondern sich auf verschiedene Möglichkeiten einstellen.

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Egal, ob man sich für einen Studiengang mit oder ohne konkretes Berufsbild entschieden hat, man hat nach dem Abschluss immer die Wahl, was man machen möchte.

Studiengänge mit konkreten Berufsbildern

Bei Studiengängen mit einem konkreten Berufsbild hat man nach dem Abschluss eine kleinere Wahl an Möglichkeiten, aber man hat auch hier eine Wahl: Wenn man beispielsweise auf Lehramt studiert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man den Beruf des Lehrers an einer Schule ergreifen wird. Bei dem Studium der Medizin würde man sich für den Ärzteberuf entscheiden. Trotzdem hat man auch bei diesen typischen Berufsbildern die Wahl, mit einem Lehramtsabschluss oder einem Medizinstudium Berufe im Bildungssektor oder in Firmen ergreifen zu können.

Stundengänge ohne konkrete Berufsbilder

Die meisten Studiengänge sind ohne ein konkretes Berufsbild, das heißt, dass man nach Abschluss seines Studiums eine recht große Auswahlmöglichkeit an Berufen hat, für die man sich bewerben kann. Hier gehen allerdings oft die persönlichen Vorstellungen und die Realität auseinander: Wenn man Betriebswirtschaftslehre (BWL) studiert hat, bedeutet das nicht, immer im Anzug gekleidet als Manager arbeiten zu müssen. Ebenso wenig muss ein Physiker nur im Bereich der Physik tätig sein. Die vorhandenen Wahlmöglichkeiten nach einer akademischen Ausbildung sind zwar ein großer Vorteil, stellen aber auch Anforderungen an den Absolventen. Man muss sich genau überlegen, welche Tätigkeiten man in welcher Branche, welchem Beruf und was für einem Arbeitsumfeld erledigen möchte, weil man viel mehr Möglichkeiten hat und sich von Neuem für etwas Bestimmtes entscheiden muss.

Schlüsselqualifikationen als Kriterien zur Berufsauswahl

Wenn der Studiengang also keine vorgegebene Arbeitsrichtung aufweist und somit am Ende des Studiums vielfältige Berufsmöglichkeiten stehen, kommt es auf die Schlüsselqualifikationen an, die man sich bis dahin angeeignet hat. Das bedeutet, neben dem fachlichen Wissen spielen die übertragbaren Fähigkeiten (Softskills) eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung auf das spätere Berufsleben, da sie vielseitig einsetzbar und nicht berufsspezifisch sind. Das berufsspezifische Wissen hingegen kann man sich an der neuen Arbeitsstelle innerhalb der ersten Wochen und Monate aneignen. So werden beispielsweise während des Physikstudiums mathematisch-analytische Denkmuster trainiert, die später in vielen Bereichen bei der Lösung von komplexen technischen Problemen hilfreich sind. So kann man mit einem abgeschlosenen Physikstudium auch als Mathematikerin bzw. Mathematiker oder als Analystin bzw. Analyst in einer Bank arbeiten, wo man im Laufe der Zeit zusätzlich das Bankwesen kennenlernt.

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Qualifizierte Jobs für Menschen mit Behinderung

In Bezug auf Ihre Behinderung sollten Sie daran denken, dass die Erwartungen an Universitätsabsolventinnen und -absolventen im Allgemeinen sehr hoch sind. Die Tätigkeiten von Menschen mit akademischem Abschluss liegen oft in Führungsaufgaben und haben daher mit hoher Verantwortung und viel Kommunikation zu tun. Da Arbeitgeber Menschen mit Behinderung diese Aufgaben erst einmal nicht zutrauen, muss man sich bewusst machen, dass man in diesem Arbeitsumfeld mehr leisten und sich erst einmal durchsetzen muss. Vorgesetze sowie Kolleginnen und Kollegen müssen dahingehend sensibilisiert werden, dass eine Behinderung nicht gleichzusetzen ist mit weniger Intelligenz und dass Menschen mit einer Behinderung die gleiche geistige Arbeit leisten können wie nichtbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zusammenfassung

Nach dem Abschluss Ihres Studiums sollten Sie sich nicht zu sehr auf einen bestimmten Arbeitsbereich, in dem Sie einen Beruf ergreifen möchten, fixieren. Es ist viel wichtiger, zu erkennen, dass Ihnen nun mit Ihrer akademischen Ausbildung vielfältige Berufsmöglichkeiten zur Verfügung stehen! Neben den fachlichen Kenntnissen, die Sie im Studium erworben haben, sind für den Beruf besonders die individuellen Schlüsselqualifikationen wichtig wie beispielsweise Teamfähigkeit, Sozialkompetenz oder abstraktes und vernetztes Denken zur Umsetzung von Lösungsstrategien.