Lücken im Lebenslauf

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Berufsbiographien sind heutzutage selten lückenlos. Unabhängig davon, ob eine Auszeit gewollt oder ungewollt erfolgt: Bewirbt man sich auf eine neue Stelle, fordern diese „Lücken“ im Lebenslauf – spätestens im Bewerbungsgespräch – meist Nachfragen heraus. Überlegen Sie sich im Voraus, ob Sie Ihre Unterbrechungen plausibel und vor allem positiv kommunizieren können und ob Sie diese als sinnvoll oder lehrreich darstellen können.

„Lücken“ richtig darstellen

Während Ihrer Bewerbung müssen Sie sich von Ihrer besten Seite präsentieren. „Lücken“ in Ihrem Lebenslauf, also Abschnitte in Ihrem Leben, zu denen Sie keine Angaben gemacht haben, werden in der Bewerbungsphase häufig thematisiert. Auf entsprechende Nachfragen sollten Sie gut vorbereitet sein.

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Das gilt vor allem dann, wenn es sich um eine unfreiwillige Unterbrechung handelt, die negative Assoziationen weckt und den Anforderungen der Arbeitswelt auf den ersten Blick widerspricht, bzw. die gewünschte Leistungsfähigkeit im Berufsleben in Frage stellt, sei es Krankheit, Burnout oder längere Arbeitslosigkeit.

 

Schon die Formulierung der arbeitsfreien Zeit kann Einfluss darauf nehmen, wie die Lücke gewertet wird. So ist es sinnvoll von Arbeitssuche zu sprechen, anstatt von Arbeitslosigkeit oder von Familienzeit, wenn Sie für die Kindererziehung zu Hause geblieben sind. Vielleicht können Sie aufzeigen, dass Sie sich weitergebildet haben – selbst wenn es sich nur um einen „kleinen Baustein“ wie einen eintägigen Kurs handelt.

Vielleicht haben Sie sich ehrenamtlich engagiert oder Praxiserfahrungen gesammelt, die Sie zum Beispiel im weitesten Sinne in ihre zukünftige Arbeit einbringen können. Eine längere Auslandsreise kann argumentativ zur Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse und Stärkung der interkulturellen Kompetenz dienen.

Krankheit

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Wenn Sie längere Krankheitsphasen hinter sich bringen mussten und diese innerhalb eines Arbeitsverhältnisses liegen, brauchen diese nicht erwähnt zu werden. War die längere Phase außerhalb eines Arbeitsverhältnisses angesiedelt, ist es meist besser, diese zunächst nicht zu erwähnen und in einem persönlichen Gespräch zu thematisieren, indem Sie ggf. darauf hinweisen, sie überwunden zu haben oder von einer erfolgreichen Rehabilitationsmaßnahme berichten, die Ihnen hilft, im Berufsalltag mit all seinen Anforderungen zu bestehen. Eine Diagnose müssen Sie nicht nennen.

Bei der Wahrheit bleiben

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Erklärungen für Lücken müssen glaubhaft vermittelt werden. Dabei dürfen die positiven Aspekte hervorgehoben werden. Lügen ist allerdings keine Alternative. Handelt es sich zum Beispiel im Bewerbungsgespräch um eine zulässige Frage des Arbeitgebers, kann sie nach der Entdeckung Grund für eine Anfechtung des Arbeitsvertrages wegen arglistiger Täuschung sein, was einer fristlosen Kündigung gleich kommt.