Lebenslauf: Inhalt & Struktur

Der Lebenslauf, auch „Curriculum Vitae“ (CV) genannt, sollte als ein zentraler Teil Ihrer Bewerbung die wichtigsten beruflichen Stationen Ihres bisherigen Lebens wiedergeben. Beim Aufbau ist zu beachten, dass er übersichtlich, gut strukturiert und verständlich ausgearbeitet ist, damit der Personalverantwortliche schnell einen Überblick über Ihre persönlichen Daten erhält. Da der Lebenslauf häufig bereits vor dem Anschreiben gelesen wird, sollten Sie diesen genauso sorgfältig erstellen.

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Chronologischer Aufbau

Der chronologische Aufbau des Lebenslaufs hat sich in den letzten Jahren in der Reihenfolge geändert. Früher fing man bei der schulischen Laufbahn an und endete mit der aktuellen Situation. In der Auflistung kamen also Lebenssituationen, die schon länger zurückliegen, zuerst, während die aktuelle Berufstätigkeit oder Lebenssituation als letzter Punkt zu lesen war.

Heute werden die Lebensläufe in einer genau umgekehrten Reihenfolge verfasst. Das bedeutet, es wird mit dem Aktuellen begonnen und der letzte Abschnitt in der Schulbildung (Hochschulreife oder Mittlere Reife zum Beispiel) kommt zum Schluss.

Die thematischen Blöcke werden dementsprechend gegliedert: Zuerst kommt der Block „Berufstätigkeit“, danach erst der Block „Schul-, Aus-, Weiterbildung“. Wenn Sie gerade Ihr Studium oder Ihre berufliche Ausbildung abgeschlossen haben und noch nicht berufstätig waren, beginnen Sie mit dem Studium beziehungsweise der Ausbildung. Anschließend wird die Schulbildung aufgeführt.

Gliederung der Blöcke

Für die Gewährleistung der Übersichtlichkeit sollte man Lebenssituationen und Kenntnisse in thematischen Blöcken zusammenfassen. Um diese voneinander abzutrennen, bieten sich graphische Elemente, wie zum Beispiel durchgehende Linien, an. Mehrere Blöcke können auch zusammengefasst und mit umfassenden Überschriften versehen werden.

Der Lebenslauf setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  • Überschrift „Lebenslauf“ oder „Curriculum Vitae“,
  • Bewerbungsfoto,
  • Block 1: Persönliche Daten,
  • Block 2: Berufserfahrung/ Berufstätigkeit,
  • Block 3: Schul-/Aus-/Weiterbildung,
  • Block 4: Praxiserfahrungen aus Praktika oder Hochschule,
  • Block 5: Zusatzqualifikationen und Kenntnisse (z.B. Sprachen und Computerkenntnisse),
  • Block 6: Auslandsaufenthalte, falls absolviert,
  • Block 7 (freiwillig): Hobbies, Engagement,
  • Ort, Datum und Unterschrift (bei Onlinebewerbungen die Unterschrift am besten einscannen),
  • Anlagen (qualitativ hochwertige Kopien aller wichtigen Zeugnisse, in chronologischer Reihenfolge, beginnend mit dem aktuellsten).

Im ersten Block „Persönliche Daten“ sollten folgende Informationen enthalten sein:

  1. Vorname, Nachname, Adresse (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort),
  2. Geburtsort und -datum,
  3. Telefonnummern (Privat und Mobil),
  4. Emailadresse (legen Sie sich eventuell eine seriöse Mailadresse an und benutzen Sie nicht die Freizeitvariante!),
  5. Freiwillige Angaben sind: Familienstand und wenn vorhanden, Anzahl der Kinder (mit Alter und ggf. einer Angabe wie „Betreuung gesichert“), Nationalität und Konfession.

Im zweiten Block „Berufserfahrung/ Berufstätigkeit“ beginnen Sie mit Ihrer aktuellen Anstellung beziehungsweise Ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit. Geben Sie den Anfang und das Ende der Tätigkeit mit Monats- und Jahresangabe an. Geben Sie in der linken Spalte die Zeitangaben an und auf entsprechender Höhe in der rechten Spalte die in diesem Zeitraum ausgeübte Berufsbezeichnung, bzw. Tätigkeits- und Aufgabenbereiche. Wenn Sie noch nie berufstätig waren, listen Sie an dieser Stelle Ihre Praxiserfahrungen aus Praktika oder aus der Hochschule auf.

Der dritte Block beinhaltet alle Ausbildungsstationen mit den entsprechenden Zeitangaben. Beginnen Sie hier mit dem Aktuellen, das heißt mit dem Studium, der beruflichen Ausbildung oder einer Weiterbildung, die Sie als letztes abgeschlossen haben. Erst danach folgt Ihre Schulausbildung. Geben Sie den genauen Namen und Ort der Ausbildungsstätten an und belegen Sie Ihre Ausbildungen im Anhang mit den dazugehörigen Zeugnissen.

Wenn Sie bereits berufstätig waren, können Sie in einem vierten Block Ihre Praxiserfahrungen aus Praktika oder aus der Hochschule aufführen.

In den fünften Block „Qualifikationen und Kenntnisse“ gehören Computer- und Sprachkenntnisse. Diese müssen aufgelistet und gleichzeitig realistisch bewertet werden. Zum Beispiel: Englisch (fließend und verhandlungssicher in Wort und Schrift), Französisch (Grundkenntnisse) usw. Eventuell ist es auch sinnvoll, die IT-Kenntnisse zu untergliedern (Software, Hardware). Hier können auch noch andere, für die ausgeschriebene Stelle relevanten Fachkenntnisse mit aufgeführt werden, wie Führerschein (mit entsprechender Klasse), Gebärdensprache oder Brailleschrift.

Im sechsten Block nennen Sie gegebenenfalls absolvierte Auslandaufenthalte, auch mit entsprechendem Zeitraum, Ort und Aufgaben.

Der siebte Block „Hobbies“ basiert auf freiwilligen Angaben zu Ihren Freizeitaktivitäten und Hobbies. Hiermit vermitteln Sie dem Gegenüber einen persönlichen Einblick in Ihr Leben. Versuchen Sie Hobbies anzugeben, die zur Stellenausschreibung passen.

Hinweis: Vergessen Sie am Schluss nicht Ihre Unterschrift und das aktuelle Datum. Denken Sie auch an die entsprechenden Anlagen, die Sie vorher erwähnt haben, wie zum Beispiel Zeugnisse und Praktikumsberichte.

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Informationen zu Ihrer Behinderung

Das konkrete Erwähnen Ihrer Behinderung sollten Sie im Lebenslauf vermeiden, da Sie diese zum einen bereits im Anschreiben [Artikellink zum Thema "Anschreiben" wird ergänzt] angesprochen haben und zum anderen, weil Sie als Arbeitssuchender und nicht als Person mit Behinderung wahrgenommen werden wollen. Informationen zu Ihrer Behinderung können die Personalverantwortlichen gegebenenfalls aus den Angaben zu Ihrer schulischen Ausbildung entnehmen. Eine explizite Aufführung ist daher nicht notwendig.